Der Sentry Mode ist eine der beliebtesten Tesla-Funktionen unter Fahrzeugbesitzern. Das Auto überwacht sich selbst und speichert Ereignisse auf einem USB-Stick.
Wie Sentry Mode funktioniert
Im Sentry Mode sind alle 8 Außenkameras des Fahrzeugs aktiv. Das System analysiert permanent, ob sich jemand dem Auto nähert oder es berührt.
Das System unterscheidet drei Alarmstufen:
| Ereignis | Reaktion | Aufzeichnung |
|---|---|---|
| Jemand geht vorbei | Überwachungs-Icon auf Display | Nein |
| Jemand lehnt am Auto | Display leuchtet auf: "Du wirst aufgenommen" | 10-Min-Clip |
| Fenster eingeschlagen | Maximaler Alarm, Hupe, Lichter | Gesamte Aufzeichnung |
Speicher und Akkuverbrauch
Speicher: Sentry Mode benötigt einen USB-Stick oder USB-SSD am Fahrzeug. Mindestens 64 GB empfohlen, 256+ GB für längere Laufzeit.
Das System überschreibt ältere Aufnahmen wenn der Speicher voll ist (Ringpuffer).
Akkuverbrauch: ~1–1,5% Akkukapazität pro Stunde. Bei 24-Stunden-Aktivierung:
- Verlust: ~24–36% der Gesamtkapazität
- Bei vollem Akku (500 km): ~120–180 km Reichweitenverlust nach 24h
Sentry Mode ausschalten wenn das Auto zuhause in der Garage steht – das spart Strom. Die Einstellung kann ortsabhängig automatisch aktiviert werden (App → Sentry Mode → Ausnahme-Adressen).
Rechtliches: Darf man in Deutschland filmen?
Kurze Antwort: Ja, aber mit Einschränkungen.
Deutsches Recht erlaubt Videoüberwachung am eigenen Fahrzeug:
- ✅ Filmen des öffentlichen Raums für Dokumentationszwecke bei konkretem Anlass
- ⚠️ Dauerhaftes Filmen ohne Anlass kann als Datenschutz-Verstoß gewertet werden
- ❌ Aufnahmen von Privatgrundstücken der Nachbarn: Verboten
Praxis-Tipp: Das Auto zeigt aktiv an "Du wirst aufgenommen" (Display + Icon). Das gilt rechtlich als Hinweis.
Tesla Drive USB richtig einrichten
- USB-Stick (FAT32 oder exFAT formatiert)
- Ordner anlegen:
TeslaCam - Am Tesla einstecken (USB-A-Port in Mittelkonsole)
- In der App: Sentry Mode → Aktivieren
- Gespeicherte Clips abrufen: Im Browser auf TeslaUSB-Partition, Ordner
TeslaCam → SentryClips
